Letzte Aktualisierung: März 2026 · Quellen am Ende des Artikels
Sie trainieren regelmäßig, achten auf Ihre Ernährung und geben Ihrem Körper das Beste, aber denken Sie auch an Ihre Zähne? Studien zeigen ein überraschendes Bild: Leistungssportler haben trotz überdurchschnittlicher Körperfitness oft eine unterdurchschnittliche Mundgesundheit. Eine vielbeachtete Untersuchung am University College London (UCL) ergab, dass fast die Hälfte aller untersuchten Profisportler behandlungsbedürftige Karies aufwies. Die Gründe liegen in den spezifischen Belastungen, denen der Mundraum beim Sport ausgesetzt ist, und in Ernährungsgewohnheiten, die zwar die sportliche Leistung fördern, aber den Zähnen schaden.
Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) weist darauf hin, dass Mundgesundheitsprobleme die sportliche Leistung beeinträchtigen können. Zahnschmerzen stören die Konzentration, Entzündungen im Mundraum belasten das Immunsystem, und ein geschädigter Zahnschmelz macht die Zähne anfällig für Bruchverletzungen bei Kontaktsportarten.
Warum Sport die Zähne belastet
Die Kombination aus mehreren Faktoren macht Sportlergebisse besonders anfällig. Während des Trainings atmen viele Sportler verstärkt durch den Mund, was die Mundhöhle austrocknet. Speichel ist der natürliche Schutzschild der Zähne – er neutralisiert Säuren, remineralisiert den Schmelz und spült Bakterien weg. Bei Mundtrockenheit fällt dieser Schutz weg.
Dazu kommen die Ernährungsgewohnheiten im Sport: Energydrinks, isotonische Getränke, Sportgels und Energieriegel sind hochkonzentrierte Zucker- und Säurequellen. Ein einziger Energydrink kann einen pH-Wert von 2,5 bis 3,5 haben – deutlich im erosiven Bereich. Und anders als bei einer Mahlzeit werden diese Produkte über Stunden hinweg in kleinen Schlucken konsumiert, sodass die Zähne permanent einer Säureattacke ausgesetzt sind.
| Sportgetränk/-nahrung | Typischer pH-Wert | Zuckergehalt pro Portion | Erosionsrisiko |
|---|---|---|---|
| Energydrink | 2,5–3,5 | 25–35 g | Sehr hoch |
| Isotonisches Sportgetränk | 3,0–4,0 | 15–30 g | Hoch |
| Energiegel | 3,5–4,5 | 20–30 g | Mittel bis hoch |
| Wasser | 7,0 | 0 g | Kein Risiko |
Erosion und Abrasion: Die doppelte Gefahr
Die Kombination aus Säureerosion und mechanischer Abrasion ist besonders gefährlich. Säure weicht den Zahnschmelz auf, und wenn Sie in diesem Zustand mit einer herkömmlichen Zahnbürste putzen, tragen Sie erweichten Schmelz ab. Die Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) warnt deshalb davor, direkt nach dem Konsum saurer Getränke die Zähne zu putzen. Sie empfiehlt, mindestens 30 Minuten zu warten oder den Mund zunächst mit klarem Wasser zu spülen.
Doch selbst nach der Wartezeit bleibt ein Risiko: Sportlerzähne, die regelmäßig Säureattacken ausgesetzt sind, haben eine dauerhaft dünnere und empfindlichere Schmelzoberfläche. Eine Zahnbürste mit harten oder mittelharten Borsten kann diese ohnehin geschwächte Oberfläche weiter beschädigen. Hier liegt der Vorteil einer Zahnbürste mit 20.000 ultra-feinen Borsten: Sie reinigt effektiv, aber mit so geringem Auflagedruck, dass der vorgeschwächte Schmelz nicht weiter abgetragen wird.
Die nano. Classic Zahnbürste bietet genau diesen Schutz. Ihre dichte Borstenstruktur entfernt Plaque und Verfärbungen durch Sportgetränke, ohne den Zahnschmelz anzugreifen – eine Investition in die langfristige Zahngesundheit, die sich für jeden aktiven Menschen lohnt.
Mundschutz und Zahnpflege im Teamsport
Bei Kontaktsportarten wie Fußball, Handball, Basketball oder Kampfsport gehört ein Mundschutz zur Standardausrüstung, oder sollte es zumindest. Laut Bundesverband der Deutschen Zahnärzte erleiden Sportler ohne Mundschutz fünfmal häufiger Zahnverletzungen. Ein Mundschutz schützt vor Frakturen, Luxationen und dem Verlust von Zähnen.
Doch ein Mundschutz bringt eigene Hygieneprobleme mit sich. Unter dem Kunststoff staut sich Speichel, der zusammen mit Bakterien eine ideale Umgebung für Plaque- und Geruchsbildung schafft. Die konsequente Reinigung des Mundschutzes und eine gründliche Zahnpflege vor und nach dem Tragen sind daher unerlässlich.
- Reinigen Sie den Mundschutz nach jeder Nutzung mit einer milden Seife und klarem Wasser
- Putzen Sie Ihre Zähne vor dem Einsetzen des Mundschutzes gründlich
- Verwenden Sie eine ultra-weiche Zahnbürste, um das durch den Mundschutz belastete Zahnfleisch nicht zusätzlich zu reizen
- Lassen Sie den Mundschutz regelmäßig vom Zahnarzt kontrollieren und anpassen
Trainingstipps für gesunde Zähne
Sie müssen nicht auf Sportgetränke verzichten, um Ihre Zähne zu schützen. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Erosionsrisiko deutlich reduzieren. Trinken Sie Energydrinks und isotonische Getränke durch einen Strohhalm – so minimieren Sie den Kontakt mit den Zähnen. Spülen Sie nach dem Training den Mund mit klarem Wasser aus, bevor Sie zur Zahnbürste greifen. Und warten Sie nach dem Konsum saurer Getränke mindestens 30 Minuten mit dem Zähneputzen.
Kauen Sie nach dem Training ein zuckerfreies Kaugummi mit Xylitol, um die Speichelproduktion anzuregen und den pH-Wert im Mund schneller zu neutralisieren. Und investieren Sie in eine Zahnbürste, die Ihren durch Sport beanspruchten Zahnschmelz schonend reinigt, statt ihn weiter abzutragen.
Häufige Fragen
Sind Energydrinks wirklich so schlecht für die Zähne?
Ja. Energydrinks kombinieren einen extrem niedrigen pH-Wert (2,5–3,5) mit hohem Zuckergehalt. Diese Kombination greift den Zahnschmelz doppelt an – durch Säureerosion und bakterielle Säureproduktion aus dem Zucker. Besonders problematisch ist der häufige Konsum in kleinen Schlucken über längere Zeiträume, da die Zähne so permanent der Säure ausgesetzt sind.
Darf ich direkt nach dem Sport die Zähne putzen?
Wenn Sie während des Trainings saure Getränke wie Energydrinks oder isotonische Getränke konsumiert haben, sollten Sie mindestens 30 Minuten warten. In dieser Zeit kann der Speichel den erweichten Zahnschmelz teilweise remineralisieren. Spülen Sie stattdessen den Mund zunächst mit klarem Wasser aus. Verwenden Sie anschließend eine ultra-weiche Zahnbürste mit hoher Borstendichte.
Warum haben Sportler oft schlechtere Zähne als Nicht-Sportler?
Mehrere Faktoren kommen zusammen: verstärkte Mundatmung beim Training trocknet den Mund aus und reduziert den schützenden Speichelfluss. Dazu kommen der regelmäßige Konsum saurer und zuckerreicher Sportgetränke sowie kohlenhydratreiche Ernährung. Diese Kombination erhöht das Risiko für Erosion und Karies erheblich.
Quellen & weiterführende Informationen
- Needleman, I. et al. (2013): „Oral health and impact on performance of athletes participating in the London 2012 Olympic Games", British Journal of Sports Medicine, 47(16), S. 1054–1058
- Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP): Sportmedizinische Empfehlungen zur Mundgesundheit – dgsp.de
- Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ): Stellungnahme zur Zahnerosion – dgz-online.de
- Bundeszahnärztekammer (BZÄK): Mundschutz im Sport – Empfehlungen – bzaek.de
- Reddy, A. et al. (2016): „The pH of beverages in the United States", Journal of the American Dental Association, 147(4), S. 255–263
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Beratung. Lassen Sie Ihre Zähne regelmäßig zahnärztlich kontrollieren – besonders bei regelmäßigem Konsum von Sportgetränken.
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