Letzte Aktualisierung: März 2026 · Quellen am Ende des Artikels
Wenn die Nase verstopft ist, der Hals kratzt und jeder Knochen schmerzt, ist Zähneputzen das Letzte, woran man denkt. Doch gerade während einer Erkältung oder Grippe verdient Ihr Mund besondere Aufmerksamkeit, denn mehrere Faktoren wirken gleichzeitig gegen Ihre Mundgesundheit.
Mundatmung ist der größte davon. Wenn die Nase verstopft ist, atmen Sie automatisch durch den Mund. Das trocknet die Mundschleimhaut und das Zahnfleisch aus, reduziert den schützenden Speichelfilm und schafft ein Umfeld, in dem sich Bakterien besser vermehren können. Dazu kommen zuckerhaltige Hustenbonbons und Medikamente, die den Mund zusätzlich austrocknen.
Was eine Erkältung im Mund anrichtet
Die Mundatmung ist nur ein Teil des Problems. Viele Erkältungsmedikamente – Antihistaminika, abschwellende Nasensprays, Schmerzmittel – reduzieren als Nebenwirkung den Speichelfluss. Hustensäfte enthalten oft erhebliche Mengen Zucker. Und wenn Erbrechen dazukommt (bei Magen-Darm-Infekten), wird der Zahnschmelz zusätzlich durch Magensäure angegriffen.
Gleichzeitig ist das Immunsystem mit der Bekämpfung der Infektion beschäftigt. Die lokale Abwehr im Mund ist geschwächt, und entzündliche Prozesse am Zahnfleisch können sich leichter ausbreiten. Wer mehrere Tage kaum putzt, weil ihm die Energie fehlt, gibt dem bakteriellen Biofilm einen deutlichen Vorsprung.
Tipps für die Zahnpflege bei Erkältung
Putzen Sie weiterhin zweimal täglich – auch wenn es mühsam ist. Eine ultra-weiche Zahnbürste wie die nano. Classic macht das Putzen bei empfindlichem Zustand angenehmer als eine herkömmliche Bürste. Trinken Sie viel Wasser, um die Mundtrockenheit durch Mundatmung auszugleichen. Wählen Sie zuckerfreie Hustenbonbons, wenn möglich mit Xylit. Und wenn Sie erbrechen müssen, spülen Sie den Mund sofort mit Wasser oder einer Natron-Lösung, aber warten Sie mindestens 30 Minuten, bevor Sie zur Zahnbürste greifen.
Nach der Erkrankung empfehlen Zahnärzte, die Zahnbürste auszutauschen. Auf den feuchten Borsten können sich Erreger halten, und obwohl eine Reinfektion mit demselben Erkältungsvirus unwahrscheinlich ist, können andere Keime überleben.
Häufige Fragen
Muss ich die Zahnbürste nach einer Erkältung wechseln?
Zahnärzte empfehlen es. Auf den feuchten Borsten können sich Bakterien und Pilze ansiedeln, die bei einem noch geschwächten Immunsystem Probleme verursachen können. Bei einer Zahnbürste im 2er-Pack wie der nano. Classic ist der Wechsel schnell gemacht.
Schaden Hustenbonbons den Zähnen?
Zuckerhaltige Hustenbonbons ja – sie baden die Zähne über längere Zeit in Zucker. Wählen Sie zuckerfreie Varianten, idealerweise mit Xylit, das Kariesbakterien hemmt.
Soll ich putzen, obwohl mir übel ist?
Wenn Übelkeit das Putzen unmöglich macht, spülen Sie den Mund gründlich mit Wasser. Sobald es Ihnen besser geht, putzen Sie nach. Lieber einmal am Tag gründlich als gar nicht.
Quellen & weiterführende Informationen
- BZÄK: Mundhygiene bei Krankheit – bzaek.de
- KZBV: Zahnpflege-Empfehlungen – kzbv.de
- RKI: Erkältungskrankheiten – Hygiene-Empfehlungen – rki.de
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Weitere Ratgeber
- Zahnbürste bei Mundtrockenheit
- Wie oft Zahnbürste wechseln?
- Zahnbürste reinigen und pflegen
- Zahnpflege-Routine morgens und abends
Sanft putzen – auch wenn der Körper streikt.
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